In meinem Blog geht es um mein Leben nach meinen Ana Zeiten und das was von ihr übrig geblieben ist, sowie über meinen Plan wieder abzunehmen, meine Freunde, meine Meinungen, meiner Vorstellungen und mein verrücktes leben! - Auch ein Paar Beauty Tipps sowie selbst Geschriebene oder mich bewegende Gedichte oder Texte, lustige Videos oder Zeichnungen gibt’s könnt ihr hier finden.
Größe: 170 cm
Gewicht: zu klein für mein Gewicht
BMI: -_-
Höchstgewicht: 80kg
Mindestgewicht: 32kg
Vorbilder was das
Gewicht angeht : MAGEN FOX,Charisma Carpenter, Eva Langoria, Schneewittchen
Liebingfarbe: rot
Augenfarbe: dunkelbraun-grüng
Farbtyp: Winter
Haarfarbe: Dunkelbraun
Hobbys: Zeichnen, Musik hören, tanzen, schreiben, lesen,
Radfahren, schlittschuhlaufen, Diskotieren, Magazine lesen
Ängste: Spinnen, dick bleiben, nichts erreichen
ES: Anorexia nervosa (hatte ich 2 1/2 Jahre lang)
Geschwister: 1 kleinen Bruder und eine Kleine Schwester
Lieblingsaroma: Vanille, Zimt
Lieblingstier: Tieger, Katze
Leiden: Rückenschmerzen
Was ich sonst noch gerne mache ist mich mit Freunden Treffen, in die Disco gehen, shischa rauchen, spazieren, meine Wohnung um Dekorieren
-Familie
-Der Anfang meiner ES
-Ausser kontrolle
-In der Klinik
Meine Geschichte : (wird noch vervollständigt!)
Meine Mutter bekam mich mit 20. Ich hatte eigentlich eine wunderschöne Kindheit, bis ich 5 war, war ich der Mittelpunkt meiner Familie Mütterlicherseits, ich bekam immer was ich wollte und wurde den ganzen Tag beschäftigt, ich war nie alleine, da ich immer mit meinen Cousinen und meinem Cousin unterwegs war, ich mochte mich selbst, war selbstbewusst, Mutig und sehr kreativ.
-Famlilie_______________________________________________________________________
Als ich 4 war kam meine Schwester auf die Welt und als ich 7 war mein Bruder. Ich wollte immer Geschwister haben also war ich dementsprechend Glücklich! Wir zogen sehr oft um, von Nürnberg nach Hamburg, nach Hannover, nach Frankreich und wieder nach Hamburg wodurch ich sehr oft die Schule wechseln musste. 2001 kam dann mein Bruder ins Krankenhaus weil er ein Schwaches Herz hatte. Es war eine schwere Zeit für uns, meine Mama und mein Vater waren die ganze Zeit im Krankenhaus und waren kaum daheim und meine großen Cousinen passten auf mich und meine Schwester auf. Ich und meine Schwester konnten ihn nie besuchen weil Kinder nicht in die Intensivstation durften, was ich da ich die Bilder mit den Infusionen, der Sonde und den Schläuchen später gesehen habe auch gut finde. Der Zustand meines Bruders verschlechterte sich immer mehr, einmal wurde er reanimiert , er war 6 Minuten tot, meine Eltern ließen ihn nottaufen weil keiner mehr eine Chance für ihn sah und dann ganz plötzlich ging es ihm besser und nach einiger Zeit durfte er nachhause kommen. Die Ärzte sagten zwar er wird nie etwas anderes können als da liegen und gucken doch er war körperlich wieder gesund.
Ich weiß noch das ich dem Auto, von der Wohnung meiner Tate aus, die Straße entlang hinterher gerannt bin als ich sie kommen sehen hab haben. Es war so schön ihn nach 4 Monaten wieder in die Arme schließen zu können. Und er blieb auch nicht regungslos in seinem Bett liegen, er lernte laufen und greifen und er lachte mit uns, er hat das schönste lachen auf dieser Welt. Auch äußerlich hatte er keine Merkmale die ihn als Behindert entpuppen würden, doch das war er. Er hat nie das Sprechen gelernt auch wenn er es rein theoretisch könnte, denn er ist nicht stumm. Der Bereich in seinem Hirn der für das reden zuständig ist wurde bis zum sechsten Lebensjahr (Bis zu diesem Alter bilden sich die die Synapsen die für das Sprechen und Sprachverständnis da sind) nicht Gebildet. Auch kann er normale Zusammenhänge erkennen wie z.B das ich seine Schwester bin oder was eine Mutter ist, er hat auch keine Angst und empfindet keine richtige Trauer.
Doch das alles spielt keine Rolle denn er ist ein Glückliches Kind, er lacht viel (zu unserer Freude) und ist sehr gefräßig. Ich würde mir keinen anderen Bruder wünschen!
Jetzt ist er in der 7ten Klasse in einer Schule für Menschen mit Behinderungen und macht weiter Fortschritte.
Ein paar Monate nachdem mein Bruder wieder nachhause kam zogen wir zurück nach Nürnberg und in Nürnberg zogen wir 4-mal um also musste ich noch 3 Mal die schule wechseln. Ich freute mich unendlich darüber denn jetzt würde ich meine Familie Mütterlicherseits wieder um mich haben.
Und ich freute mich zu Recht denn, es war genau wie früher, wir gingen auf Feste, aufs Volksfest, wir unternahmen immer etwas. Meine Oma hatte ich einen riesigen Garten mit Obstbäumen indem ich anpflanzte und erntete und mein Opa mir ein eigenes Hüttchen Baute das ich innen gestalten konnte wie ich wollte. Auch meine Mutter machte viel mit uns, ging oft mit uns Spazieren, bastelte viel mit uns, sie machte einfach alles mit uns! Sie war die beste Mutter die es auf dieser Welt je gab <3 <3 <3 <3 <3
In der Schule war ich eher schlecht, doch war ich sehr beliebt und hatte gute Freunde. Ich war immer eher wie ein Junge, hab mit ihnen gecatcht und war auch in Sport immer die einzige die bei den Jungs in der Mannschaft war. Ich war die älteste in der Klasse da ich durch das ständige umziehen nie genug Unterrichtsstoff mitbekam um die Erste Klasse zu beenden.
Nachmittags war ich den ganzen Tag mit meinem Cousin draußen der mit dem Rad immer extra aus Fürth zu mir gefahren kam, wir fuhren mit dem Rad die Pegnitz entlang oder ich fing mit ihm Fische oder Eidechsen und wenn ich nichts mit ihm unternahm dann mit einer meiner Cousinen. Er ist 2 Jahre älter als ich und die anderen 2 Waren 4 und 5 Jahre älter als ich. Ich und mein Cousin waren ein Herz und eine Seele, doch irgendwann hatte er keine Zeit mehr für mich, da er sich um seine Freundinnen kümmern musste, von denen er immer mehr als eine gleichzeitig hatte und auch seine Schwestern waren schon so alt das sie keine Lust mehr hatten etwas mit mir zu machen sondern lieber in die Disco gingen. Die Zeit war sehr schwer für mich, da ich nun oft alleine war und mich nachmittags nie mit Freunden getroffen hatte.
Als ich 11 war musste mein Vater für 4 Jahre ins Gefängnis was mich nicht wirklich störte da er die meiste Zeit eh nicht da war sondern damit beschäftigt war bei seinen Freundinnen zu sein und wenn er doch mal da war verprügelte er meine Mutter oder verbreitete Schlechte Laune.
In der 5ten Klasse wäre ich fast sitzen geblieben weswegen ich immer mehr lernte und zu lesen fing ich auch an. In der Sechsten Klasse war ich dann eine der besten Schülerinnen in meiner Klasse. In dieser Zeit zogen wir auch wieder um, in einen Bezirk der an unseren alten angrenzte.
Dort war ich dann gänzlich alleine, abgesehen von meiner Mutter und meinen Geschwistern hatte ich niemanden in meinem Alter mit dem ich mich treffen oder reden konnte, nur selten traf ich Freunde aus meinem alten Viertel.
Ich hatte große Angst in der neuen Schule, welche eine Privatschule war, was den Unterrichtsstoff betraf nicht mithalten zu können also setzte ich mich in die erste Reihe an einen Einzeltisch. Was denke ich keine gute Idee war, denn durch diese Entscheidung und der Tatsach das sich in dieser Klasse schon so gut wie jeder kannte fand ich sehr schwer anschluss.Im ersten halben Jahr in der neuen Schuhle fühlte ich mich wie Luft. Jeder Schultag fühlte sich an wie eine Woche, die Zeit wollte einfach nicht vergehen. Noch nie in meinem Leben hatte ich probleme gehabt Freunde zu finden, schließlich war ich immer das selbstbewusste, hübsche Mädchen mit der großen Klappe gewesen. Doch jetzt war das ganz anders, in den Pausen war ich immer allein, es war nicht so das mich jemand geärgert hätte, ich wurde nur einfach nicht bewerkt. Hinzu kam das ich ziemlich zugelegt hatte, mein selbstbewusstein im Keller und ich mich daher auch nicht goß traute mich groß bemerkbar zu machen.
Ich hatte mich sehr verändert, nicht nur das ich dick und fauel geworden war, auch mein Selbstbewusstsein schwand bis ins Bodenose. Woran das genau lag oder wann das angefangen hat kann ich nicht genau sagen, aber das war der Anfang der schlimmsten Zeit in meinem Leben. Ich war Lustlos, wegetierte nur so vor mich hin tat nichts anderes als mich in meiner Welt der Bücher und Filme zu verkriechen oder ganz in meine Gedankenwelt einzutauchen.Ich fing an zu schreiben und erfand die tollsten Geschichten nur um nicht in meiner Welt leben zu müssen.
- Der Anfang meiner ES ___________________________________________________________
In der achten Klasse war vieles einfacher, mit zwei Mädchen freundete ich mich gut an und mit ein paar Jungs verstand ich mich auch sehr gut. Das einzig dumme war nur das ein Mädchen zu uns kam das wunderhübsch war 45 kg wog und ständig mit dem Jungen Flirtete in den ich verliebt war. Er stand total auf sie und hätte sie nicht eine 2 Jährige Beziehung gehabt wären sie sofort zusammen gekommen. Damit war meine vorherige Chancen von -20 auf – 1 Millionen geschrumpft. Ich hasste sie so sehr sie hatte und bekam alles was ich wollte!
In den Sommerferien fing ich mehr an darauf zu achten was ich aß und in den Winterferien darauf ging ich mit meiner Tante 2 Wochenlang jeden Tag ins Fitnessstudio und aß immer weniger. Als die Probezeit in Fitnessstudio zu Ende war und meiner Mutter mich nicht in einem anderen anmelden wollte fühlte ich mich so als ob ich jeden Tag vom vielen rumsitzen immer fetter werden würde.
Einmal aß ich 2 Pingels Packungen weil ich solchen Heißhunger hatte und ging danach als meine Mutter schlief kotzen, das erste Mal in meinem Leben. Danach ekelte ich mich so sehr vor mir selbst dass ich mir schwor nie wieder so viel in mich rein zu stopfen wie dieses Mal. Die nächste Zeit ging ich dann entweder ein paar Stunden spazieren oder mit meiner kleinen Schwester Schlittschuhlaufen mu damit ich nicht zuhause sitzen und etwas essen konnte. An den Tagen an denen ich Schlittschuhlaufen ging achtete ich immer darauf davor nichts zu essen und mindestens 4 ½ Stunden einigermaßen schnell zu fahren. Als wir nachhause kamen aßen wir und unterhielten uns wie immer.
Egal wer zu besuch war mein erster Gedanke war wie soll ich mich hinstellen oder setzen damit niemand sieht wie fett ich geworden war. Ich fühlte mich ständig unwohl in meiner Haut und oft brach ich in Tränen vor meinem Spiegel zusammen, weil ich den fetten Anblick nicht ertragen konnte der zurück blickte. Am liebsten wollte ich alles weg reißen.
Im Dezember endlich, ich wog 63kg meldete mich meine Mom bei ihr im Fitnessstudio an und rettete damit mein Leben. Wir gingen zuerst 3 Mal die Woche immer 2 Stunden direkt nach der Schule und an den Tagen an denen ich nicht ins Fitnessstudio ging, ging ich in Buchläden um mir Diätbücher durchzulesen bis Ladenschluss damit ich bei meiner Ernährung ja keine Fehler mehr machte.
2 Tage bevor die Weihnachtsferien anfingen, ich war an diesem Tag nicht in der Schule, prügelte sich der Junge in den ich verknallt war mit einem Gymnasiasten der ihn die letzten Monate ständig beleidigte hatte, er prügelte ihn Krankenhausreif und flog von der Schule, was aber erst im Januar sicher war. Und dabei hatte ich den tollen Plan bis nach den Ferien so viel abzunehmen das er mich zumindest hübsch finden würde.
Ich aß zuerst kein Fett mehr, dann keine Kohlenhydrate und auch kein Gemüse wie Karotten weil diese keinen grünen Glyx Wert hatten. Zuerst gab es ab 18 Uhr kein Essen mehr, dann ab 16 Uhr und während der schule erst recht nicht. Ich fing an immer weniger zu Essen, zu dieser Zeit aß ich eine Malzet Täglich und ging 3-4 Mal die Woche 4 Stunden ins Fitnessstudio.
Von überall her kam auf einmal die Aufmerksamkeit, alle Jungs aus meiner Klasse interessierten sich auf einmal für mich und meine Meinung, auf der Straße wurde ich nicht selten nach meiner Nummer gefragt und alle Mädchen machten mir Komplimente. In der Pause wollten Parallelklässernnen, mit denen ich fast nichts zu tun hatte, wissen wie ich so schnell so viel abnehmen konnte und schrieben alles was ich sagte auf einen Block. Ich war sooooooo unendlich Glücklich! Mein Glück war kaum in Worte zu fassen! Ich hatte endlich erreicht was ich wollte. Das fing alles Mitte Februar an, zu dieser Zeit wog ich 52 kg
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Ausser Kontrolle _________________________________________________________________
Doch bekam ich schreckliche Angst all das was ich erreicht hatte zu verlieren. In meinem Kopf setzte sich nun etwas neues Fest. NIMM NICHT WIEDER ZU!!!!! Also aß ich weiter wenig und ging brav ins Fitnessstudio. Mitte März Wog ich dann 48kg und meine Familie fing damit an sich sorgen zu machen und mir zu unterstellen ich sei Magersüchtig was ich partout nicht einsehen wollte, denn eigentlich wollte ich ja gar nicht mehr abnehmen sondern nur nicht zunehmen.
Meine Mama sagte zu mir sich solle einfach wieder normal essen! XD Aber klar doch der Körper hat bei mir schon lange auf Sparflamme geschälten! Noch nie was von Jojo- Effekt gehört oder was? Wenn ich anfangen würde einfach normal zu Essen würde ich sofort wieder alles drauf haben, war mein einziger Gedanke .Mitte März verbot meine Mutter mir auch weiter ins Fitnessstudio zu gehen da ich ihrer Meinung nach zu dünn war. Das schmiss meine ganzen Pläne auf die ich mir zum gewichthalten bis dahin gemacht hatte. Ich musste total umplanen da ich jetzt viel weniger Kalorien verbrannte als zuvor. Von da an wurde es richtig schlimm, keine Sekunde verging an der ich nicht an Fettverbrennen dachte, plante was ich die nächsten Tage denn Essen durfte oder wann ich mich wie am besten bewegte. Ständig war mir kalt, meine Finger waren immer blau und ich war sehr schwach was mich natürlich nicht davon abhielt alle Einkäufe immer schön ohne abzusetzen nach Hause zu tragen. Unsere Wohnung putze und sortierte ich den ganzen Tag damit ich mich bewegte und nicht faul rum saß. Meiner Mutter zu liebe aß ich größere Portionen doch achtete ich immer darauf das ich dann große Portionen aß wenn meine Mutter Kalorienarme Gerichte kochte wo viel Gemüse dabei war. Ich merkte selbst das ich mich krank machte und auch alle Menschen um mich herum.
Das schlimmste war für mich das ich meiner Mutter sorgen bereitete, denn eigentlich war sie der Mensch den ich mein ganzes Leben immer entlasten wollte, weil sie es immer so schwer gehabt hat und uns das alles nicht ein einziges Mal hat spüren lassen! Sie war der Mensch den ich am meisten bewunderte und liebte. Meine Mama hat das mit meinem Bruder durchgestanden, war immer stark, hat uns alleine groß gezogen, war immer für uns da und das obwohl sie nie machen konnte was sie wollte und es ihr so schlecht ging wegen meinem Vater. Und jetzt machte ich ihr auch noch Probleme! Ich hasse mich so sehr dafür.
Doch wenn ich in den Spiegel sah blickte eine dünne, hübsche, Frau zurück die vollkommen zufrieden mit ihrem Aussehen war, ein die sich nicht hasste und über ihren Anblick in Tränen ausbrach. Wenn ich nur daran dachte wieder wie früher auszusehen wurde mir schlecht. Eher wäre ich gestorben als nochmal so erbärmlich und hässlich zu sein wie früher. Jetzt konnte ich stolz auf mich sein und auf das was ich geschafft hatte, jeder bewunderte mich dafür!
Anfang April wog ich dan 46kg die Mädchen in meiner Klasse fingen schon am mir zusage das ich viel zu dünn sein und das ich mehr essen sollte. Im inneren wusste ich ja das sie recht hatten und ich wollte auch nicht mehr abnehmen sondern 2-3 Kg zu nehmen doch an der Umsetzung haperte es. Die Angst nagte einfach an mir das ich fett werde wenn ich zunehme. Zu dieser Zeit haben wir oft gestritten nicht selten bin ich danach in Tränen ausgebrochen weil ich einfach nicht machen konnte was sie von mir wollten, ich konnte doch nicht alles was ich in meinem Leben erreicht hatte wieder wegschmeißen.
Dann bekam mein Opa zu der Zeit auch noch einen Hirnschlag und musste zu Reha. Es geschah vollkommen überraschend, einen Tag vorher haben wir noch seinen Geburtstag gefeiert und das einzige Problem das alle hatten war mein Gewicht und nun das. Mein Opa ist einer der wichtigsten Menschen in meinem Leben, er ist eigentlich mehr eine Art Vaterfigur. Er hat mir das Radfahren und das schwimmen beigebracht mir gezeigt wie man mit Werkzeug umgeht mit mir Vogelhüschen gebaut! Er hat mit mir Radtouren gemacht und ist überall mit mir hingegangen. Der Gedanke ihn zu verlieren war unglaublich schrecklich. Er war zu jung zum Sterben und ich konnte nicht ohne ihn leben.
Bei meinem Praktikum im Kindergarten merkte ich wie unglaublich kraftlos ich geworden war. Die Kinder wollten mit mir fangen spielen wo ich nach 15 Minuten schon am Ende war obwohl die Kinder ja nicht mal schnell rennen können. Durch pure Sturheit habe ich das dann immer ne ½ oder ne ¾ Stunde geschafft. Diese Woche war auf jeden Fall unendlich ansträngen aber auch sehr schön.
Auch mein Vater besuchte uns im April mal wieder, doch nur sehr kurz da er meinte er müsse meine Mutter anschreien und ihr drohen weil ihm ihre Erziehung nicht passt. Ich hab zu ihm gesagt wenn er mein Mutter noch einmal anfasst würde ich ihn nie wieder sehen wollen. Woraufhin er nur meinte das wir eh nicht seine Kinder wären und wir eine echte Enttäuschung seien. Das war allerdings nichts neues. Ich war nur froh das er ging und sein Wut nicht an meiner Mutter ausließ.
Am 23.04 Wog ich nur noch 44 kg und schaffte es meine Mutter zu liebe morgens nicht einmal ein Schinkenbrot oder einen Joghurt zu essen, weswegen meine Mutter total ausgerastet ist und mich angeschrien hat das sie in ihrem Leben so viele Probleme hat und das sie nie gedacht hätte das ich ihr mal sowas antun würde weil sie schon genug durchmachen hat müssen. Ich hab ihr auch viele unfaire Dinge an den Kopf geworfen, unter anderem das mir mein Leben egal ist und das ich es hasse. Das end vom Lied war das sie meinte das ich für sie nur noch Luft wäre, da sie sich schon Mal daran gewöhnen musste das ich nicht mehr existiere. Sie hat mir so leid getan und ich hab mich so geschämt, das ich den Joghurt sogar essen wollte, doch verließ sie das Zimmers so dass ich keinen Sinn mehr sah ihn zu essen, also schüttete ich etwas davon in eine Tüte die ich auf dem Weg in die schule wegschmiss.
Meine Mutter war es nicht gewohnt das ich Probleme machte, schließlich war ich immer ein braves Kind, habe sie nie belogen, habe immer auf sie gehört, auf meinen Bruder aufgepasst damit sie auch mal 2 Stunden machen konnte was sie wollte und versucht sie immer zu entlasten und nun war ich zur größten unter allen lasten geworden die sie eh schon auf ihrem Rücken zu tragen hatte. Ich habe mich soo gehasst, dafür gab es keine Worte!!!!
Ein paar Tage darauf erfuhr ich in einem Streit, der, ein Wunder, mit meinem Gewicht anfing das meine Oma zu meiner Mutter gesagt hat sie soll mich abtreiben weil sie bei der Geburt hätte Sterben können. Ok ich weiß das Meine Oma mich über alles liebt das ich ihr Lieblingsenkelkind bin doch irgendwie war das schon ein Schlag ins Gesicht.
Anfang Mai wog ich 41,1kg und wenn ich mit meiner Familie unterwegs war kamen nur noch Sätze wie „ Gefällst du dir eigentlich wie du aussiehst“, „Willst du wirklich nichts essen“, „ Iss halt ein Stück Kuchen!“, „Probiere Mal die Brenze“, „Du bist so dumm“, „Deine Kleidung hängt nur an dir herunter“.
Ich selbst wollte auch zunehmen, ich wusste das ich es musste, denn es wurde echt langsam Zeit, da das Treppensteigen sogar anstrengend war weil man das Bein soweit hoch heben musste, auch das anziehen viel mir unendlich schwer, genau wie das laufen und beim Radfahren von Nürnberg nach Erlangen wäre ich glaube ich fast zusammen gebrochen.
Wenn ich bei meiner Mutter in der Nähe war überlegte ich wie ich mich hinstellen sollte damit sie nicht sieht wie dünn ich bin abgesehen davon zog ich immer eine Jacke an wenn sie in der Nähe war, damit sie auch Spaß haben konnte bei dem was wir taten.
Mein Hirn war kaputt, ich wollte zunehmen und gleichzeitig abnehmen, es war unendlich schwer still sitzen zu bleiben, es hat mich psychisch fertig gemacht still zu sitzen und keine Kalorien zu verbrauchen. Einerseits wollte ich das dieses Träge Gefühl weg geht andererseits auch nicht da es ja ein Beweis dafür war das ich dünn blieb und nicht fett wurde. Immer wenn ich viel gegessen habe war ich zuerst stolz und dann habe ich mich dafür gehasst so schwach gewesen zu sein und hätte am liebsten geheult!
Ich kämpfte gegen das Gefühl weniger essen zu wollen, doch hatte ich immer wieder mein Fettes Mrs.Piggy Gesicht von früher vor Augen das mich so anwiderte. So wie ich im Moment aussah gefiel ich mir auch absolut nicht meine Knochen an den Armen konnte man genau sehen und ich hatte so gut wie kein fett mehr im Körper, nicht mal an meinem Hintern, alles war Haut und Knochen. Das einzige was ich perfekt fand zu dieser Zeit war mein Bauch, ich wollte dass er sich nieeeemals veränderte. Er war wiklich perfect!
Meine Mutter sagte das Mein Gesicht wie ein Totenkopf aussieht über den sich haut spannt, nach den Bildern zu urteilen die ich später sah muss ich ihr wirklich recht geben. Ein paar Tage später waren wir auf einem Mittelaltermarkt auf Burg Rabenstein wo eine Frau meine Oma gefragt hat warum sie mich sterben lässt.
Ein paar Tage darauf habe ich ein Roulade mit Soße gegessen danach habe ich mich fertig gemacht was ich für ein Looser bin und das ich versagt habe, da war der stolz den ich meiner Mutter gegenüber hatte schon wieder verflogen.
Aus irgendeinem unerfindlichem Grund gab jeder meine Mutter die Schuld das ich weiter abnahm, doch sie konnte am wenigsten dafür, sie war der Grund warum ich mir zumindest vornahm zuzunehmen.
Am 31.5 hab ich Bilder von mir gemacht und erkannte zum ersten Mal selbst wie unglaublich krank ich aussah. Überall standen meine Knochen raus und sogar das schreiben in mein Tagebuch war Anstrengung für mich, ich konnte nichts mehr heben, eine volle Wasserflasche ging gerade noch so, ständig war ich müde, aufstehen war eine Qual und bücken mit den Büchern aus meinem Schließfach in der Hand ist die Hölle gewesen. Ich wollte mit meinen Freunden raus gehen und tanzen gehen, doch alles war zu schwer für mich, ich musste immer überlegen ob ich es überhaupt schaffen würde das zu tun was ich mir vornahm.
Zu dieser Zeit war mir alles noch viel egaler wie die letzten zwei Jahre. Ich hatte nie die Absicht mich umzubringen und ich wollte auch nicht sterben, es war mir nur schlicht und einfach egal! Egal ob ich lebte, egal ob ich starb, alles war egal! Mein Leben war mir nichts Wert nur für meine Familie versuchte ich mich anzustrengen.
Im Juni bekam meine Mutter die sich ja wie gesagt sowieso an meiner Krankheit die Schuld gab, einen Anruf meines Rektor der ihr sagte wenn sie nicht bald was tut, würde er das Jugendamt Einschalten was meine Mutter noch mehr kaputt machte. Ein paar Tage darauf holte eine Lehrerin mich aus dem Unterricht um mich darauf anzusprechen das ich magersüchtig bin und mich fragte ob sie mir irgendwie helfen kann. Sie war echt freundlich und nett, es war ihr selber peinlich das sie mit mir darüber reden musste. Naja zumindest konnte ich so klarstellen das meine Mom die beste Mom der Welt ist und mich unterstützt wo sie nur kann.
Ab da verging kein Tag mehr an dem ich mich mit meiner Mutter nicht Stritt und in Tränen ausbrach. Ich bekam Anfälle bei denen es nur noch half wenn ich mich eiskalt abzuduschte. Das passierte immer wenn ich,meiner Meinung nach, zu viel aß, meine Haut fing an zu glühen und mir wurde total heiß, da half es nur noch mich mit eiskaltem Wasser abzuduschen. Selbstbestrafung half unendlich gut.
Mein Gedächtnis wurde immer langsamer, auch reden war schwer, alle meinten ich hätte nur noch geflüstert...
In der Klinik ;(____________________________________________________________
Am 1.6.1008 wurde ich mit 33,2 Kg ins Krankenhaus gebracht, man steckte mich sofort in die Kinder und Jugend Psychiatrie, ich musste trotz meines Gewichts erst unterschreiben das ich mich freiwillig einweisen lasse und das obwohl ich erst 16 wahr. Ich unterschrieb nur unter der Bedingung das, mir keine nahrung duch eine Sonde oder sonst was zugeführt wurde und ich auch ansonsten selbst zunehmen würde (also duch normales essen) die Frau bei der ich unterschrieben hatte sagte das wäre kein Problem, doch als ich dann auf der Station war haben sie mir gleich als erstes Eine Sonde gelegt. Das war derdemütigenste Augenblick in meinem Leben, noch heute habe ich albträume davon wie sie mir das recht nahmen zu essen, doch noch viele andere solcher Tage sollten Folgen denn ich war definitiv in der Hölle gelandet!